Kristina Milz

Palästina

LÄNDERPORTRÄT: PALÄSTINA

IM OSTEN NICHTS NEUES?

Mehrere Jahrzehnte beherrschte der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern die europäischen Schlagzeilen über den Nahen Osten. Seit 2011 steht er im medialen Schatten des sogenannten „Arabischen Frühlings“ und dessen Folgen: Der Krieg in Syrien und der Terror des selbsternannten „Islamischen Staates“ (IS) in den Nachbarländern verdrängten den bisher als am wichtigsten erachteten Konflikt im Nahen Osten von der Agenda des Westens. Die Entwicklung im „Heiligen Land“ findet der aufmerksame Zeitungsleser derzeit eher in den Randspalten. Eines vernachlässigt die Berichterstattung über Israel und Palästina dabei damals wie heute: Auf beiden Seiten leben nicht nur Kontrahenten eines Konflikts, sondern vor allem Menschen, die versuchen, ihren Alltag zu meistern. In diesem Porträt soll es um die Menschen in Palästina gehen: um die Bürger eines Staates, der offiziell nicht existiert.

IN: EINSICHTEN & PERSPEKTIVEN, 4/2016

Informationen zur Reihe „Länder des Nahen Ostens im Porträt“

PALÄSTINENSISCHE SATIRE

DER PROPHET LIEBT NICHT

Mohammad Saba’aneh zeichnet den herzlichen Islam. Trotzdem bekommt er dafür Ärger mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas.

IN: TAZ, 4.5.2015

PRESSEFREIHEIT IN PALÄSTINA

DIE KRUX MIT DEN KARIKATUREN

Die Meinungen über die vermeintliche Mohammed-Karikatur des Künstlers Mohammad Saba’aneh beschäftigten sogar den Präsidentenpalast – und zeigen, wo die Meinungsfreiheit in den Palästinensergebieten an ihre Grenzen stößt.

IN: ZENITH.ME, 7.5.2015

WASSERMANGEL IN GAZA

BIS ZUM LETZTEN TROPFEN

Al-Moghraka, ein kleines Dorf im Gazastreifen, zwei Kilometer Luftlinie zur israelischen Grenze: Die dreijährige Sahra hat Durst. Ihre Mutter Isra Migdad würde ihr gerne Wasser zu trinken geben, aber die salzige Brühe, die aus dem Hahn im Haus ihrer Familie fließt, ist ungenießbar. Viele Kinder in der Nachbarschaft seien bereits krank geworden, erzählt sie. Die Familie versorgt sich derweil über einen illegalen Brunnen samt Wasserleitung unterhalb des Hauses. 350 Dollar haben Migdad und ihre Familie mit insgesamt 16 Personen in die illegale Quelle investiert. Allerdings ist auch dieses Wasser nicht sauber. Sie müssen daher weitere 500 Liter pro Woche bei Händlern in Gaza kaufen, die Wasser in großen Kanistern per Tankwagen aus Israel herbeischaffen, was, aufs Jahr gerechnet, etwa 300 Dollar kostet. Bei einem durchschnittlichen Verdienst in Gaza von etwa 400 Dollar pro Monat und einer Arbeitslosigkeit von 45 Prozent kann sich das aber nur ein kleiner Teil der Bevölkerung leisten. Viele sind gezwungen, verschmutztes Wasser zu trinken.

IN: WIRTSCHAFTSWOCHE, 27.10.2014

INTERVIEW MIT ISRA ALMODALLAL

„ICH BIN NICHT EINMAL IN DER PARTEI“

Isra Almodallal ist die neue Regierungssprecherin der Hamas im Gazastreifen. zenith berichtet sie im Interview, warum sie sich nicht als Feigenblatt der Islamisten sieht, und unter welchen Umständen sie auch mit israelischen Journalisten reden wolle

IN: ZENITH, 6/2013

Foto: Kristina Milz

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Thema von Anders Norén